Die schönsten Sandstrände Kroatiens

Sandstrände sind in Kroatien nicht die Regel. Wer an der Adria breite, endlose Sandküsten wie in anderen Mittelmeerregionen erwartet, wird schnell merken: Kroatien hat seinen eigenen Strandcharakter. Viele der schönsten Badestellen bestehen aus Kies oder Fels. Das Wasser ist dafür oft besonders klar, die Buchten sind klein, die Küste ist abwechslungsreich.

Trotzdem gibt es sie: echte Sandstrände, flache Buchten mit sandigem Meeresboden und Strände, an denen Sand und feiner Kies ineinander übergehen. Sie liegen nicht überall, sondern vor allem in bestimmten Regionen, etwa auf Rab, bei Nin, rund um Zadar, in Medulin, bei Omiš und auf einigen dalmatinischen Inseln.

Dieser Artikel zeigt, wo es in Kroatien Sandstrände gibt, welche Orte gut erreichbar sind, welche Strände sich für Familien eignen und wo Sandstrandurlaub auf einer Insel oder auf dem Festland möglich ist.

Wo es in Kroatien Sandstrände gibt

Wer in Kroatien gezielt nach Sandstränden sucht, sollte vor allem Rab und die Gegend um Nin im Blick haben. Rund um Lopar auf Rab liegen mehrere Sandstrände nah beieinander, und auch bei Nin gibt es flache Lagunen und lange Abschnitte mit sandigem Untergrund. In beiden Regionen ist Sand damit nicht nur auf eine einzelne Bucht beschränkt. Sie eignen sich besonders für einen Urlaub, bei dem ein flacher Einstieg ins Meer und sandiger Boden wichtig sind.

In anderen Teilen Kroatiens taucht Sand punktueller auf. Bei Duće nahe Omiš ziehen sich sandige Strandabschnitte entlang des Festlands, während auf Korčula, Lopud und Mljet jeweils einzelne Buchten herausragen. Lumbarda auf Korčula, der Strand Šunj auf Lopud und Saplunara auf Mljet sind einzelne Ausnahmen an Inselküsten, die sonst überwiegend kiesig oder felsig sind.

Auf Susak zeigt sich die Adria von einer ungewöhnlich sandigen Seite. Der Strand Spiaza liegt direkt am Ort und geht weit und flach ins Meer über. Bok befindet sich etwas abseits in einer geschützten Bucht an der Ostküste. Heller Sand, flaches Wasser und die kleine Inselkulisse geben beiden Stränden einen ganz anderen Charakter als den typischen Kiesbuchten Kroatiens.

Von Rab bis Mljet: Sandstrände entlang der kroatischen Küste

Die folgenden Strandporträts zeigen, wie die einzelnen Orte tatsächlich aussehen, wie flach das Wasser abfällt und was bei Anreise und Aufenthalt wichtig ist.

StrandLageKurzprofil
Rajska plažaLopar, Insel RabEiner der bekanntesten echten Sandstrände Kroatiens. Der Strand ist etwa 1,5 Kilometer lang, und das Wasser bleibt weit hinaus flach. Damit eignet er sich besonders für lange Badetage und Familien mit kleinen Kindern.
Kraljičina plaža und ŽdrijacNin bei Zadar, FestlandRund um Nin treffen Sand, Lagunen und außergewöhnlich flaches Wasser aufeinander. Die lange Kraljičina plaža und die schmale Sandzunge von Ždrijac gehören zu den stärksten Sandstrandzielen am kroatischen Festland.
SakarunDugi Otok, InselDie helle Bucht ist für ihr türkisfarbenes, flaches Wasser bekannt, aber kein klassischer feiner Sandstrand. Am Ufer liegt überwiegend heller Kies, während der Meeresboden in der Bucht sandig ist.
BijecaMedulin, Istrien, FestlandDer mehr als einen Kilometer lange Sandstrand liegt direkt im Urlaubsort Medulin. Das Wasser wird langsam tiefer, und rund um den Strand gibt es eine ausgebaute touristische Infrastruktur.
Sandstrände von Dućebei Omiš, FestlandEntlang von Duće reihen sich mehrere Sandstrände fast ohne Unterbrechung aneinander. Sie gehören zu den besten Möglichkeiten, einen Sandstrandurlaub direkt am dalmatinischen Festland zu verbringen.
BačviceSplit, FestlandEin echter Sandstrand mitten in der Stadt. Das flache Wasser und der feste Sandboden machen Bačvice zur Heimat des traditionellen Ballspiels Picigin.
Vela Pržina und Bilin ŽalLumbarda, Insel KorčulaLumbarda besitzt mit Vela Pržina und Bilin Žal gleich zwei natürliche Sandstrände. Vela Pržina ist größer und lebhafter, Bilin Žal kleiner und stärker in die felsige Inselküste eingebettet.
ŠunjInsel Lopud bei DubrovnikEine breite Sandbucht, in der das Wasser weit hinaus flach bleibt. Šunj ist einer der bekanntesten Sandstrände im Raum Dubrovnik und nur zu Fuß oder mit kleinen Transportfahrzeugen vom Inselort erreichbar.
Velika und Mala SaplunaraInsel MljetIm Südosten von Mljet liegen zwei natürliche Sandstrände zwischen dichter mediterraner Vegetation. Velika Saplunara ist der größere Strand, Mala Saplunara die kleinere Nachbarbucht.
Prapratnobei Ston, Halbinsel PelješacEine geschützte Sandbucht wenige Kilometer von Ston entfernt. Der Strand liegt zwischen bewaldeten Hängen und gehört zu den wenigen klaren Sandstrandzielen auf Pelješac.
Spiaza und BokInsel SusakSusak unterscheidet sich mit seinem sandigen Boden deutlich von vielen anderen kroatischen Inseln. Spiaza liegt direkt am Ort, Bok etwas abseits in einer flachen Bucht; an beiden Stränden bleibt das Wasser lange flach.

Sandstrände in Istrien

Istrien ist für viele Reisende aus Deutschland die erste Kroatien-Region: gut erreichbar, touristisch ausgebaut und ideal für alle, die mit dem Auto anreisen. Wer in Istrien gezielt nach Sand sucht, hat allerdings deutlich weniger Auswahl als auf Rab oder rund um Nin.

Mit Bijeca in Medulin gibt es im Süden der Halbinsel jedoch einen über einen Kilometer langen Sandstrand, eine klare Ausnahme an Istriens sonst überwiegend felsiger Küste.

Bijeca in Medulin

Bijeca zieht sich über mehr als einen Kilometer entlang der flachen Bucht von Medulin. Sand und seichtes Wasser bilden hier einen breiten, offenen Küstenabschnitt, der sich deutlich von den Felsplatten und Kiesstränden unterscheidet, für die Istrien sonst bekannt ist. Das Meer wird nur langsam tiefer, sodass man auch einige Meter vom Ufer entfernt noch stehen kann.

Der Strand ist auf lange Badetage eingestellt: In der Saison gibt es Liegen und Sonnenschirme, Wassersportangebote und gastronomische Betriebe in der Umgebung. Natürlicher Schatten findet sich eher etwas oberhalb des Strandes unter den Bäumen als direkt am Wasser.

Eine kleine Besonderheit spielt sich direkt im seichten Meer ab: Auf Bijeca wird Volleyball nicht nur am Strand, sondern auch im flachen Wasser gespielt. Die geringe Wassertiefe macht das Meer beinahe zu einer zweiten Spielfläche. Ein Bild, das an Istriens felsigen Küsten eher selten ist.

Sandstrände in der Kvarner-Bucht

Wer in der Kvarner-Bucht Sand sucht, landet vor allem auf Rab und Susak. Rund um Lopar auf Rab reiht sich eine ungewöhnlich große Zahl sandiger Buchten aneinander, während Susak mit seinen mächtigen Löss- und Sandschichten schon geologisch aus dem üblichen Bild der kroatischen Kalksteininseln fällt. Die beiden Inseln zeigen damit zwei sehr unterschiedliche Seiten der Region: Rab mit mehreren Sandstränden rund um einen bekannten Urlaubsort, Susak als kleine Insel mit ganz eigener Landschaft.

Rajska plaža in Lopar auf Rab

Rajska plaža ist der größte und bekannteste Sandstrand von Lopar. Über mehr als 1,5 Kilometer zieht sich der goldene Sand um die weite Bucht. Das Meer wird nur langsam tiefer, sodass Kinder weit vom Ufer entfernt noch stehen können. Wer richtig schwimmen möchte, muss dafür erst ein gutes Stück hinauslaufen.

Ein abgeschiedener Naturstrand ist Rajska plaža nicht. Entlang der Bucht liegen ein Campingplatz und das San Marino Resort, dazu kommen Restaurants, Wassersport und weitere Angebote für einen ganzen Tag am Strand. Gerade in der Hauptsaison gehört Rajska plaža deshalb zu den belebtesten Stränden der Insel.

Der Sand dient hier nicht nur zum Burgenbauen: Seit 2012 veranstaltet Lopar ein Sandskulpturenfestival. Dabei wird Rajska plaža für einige Tage zur Freiluftwerkstatt, in der große Figuren und ganze Szenen aus dem Sand des Strandes entstehen.

Spiaza und Bok auf Susak

Susak fällt schon geologisch aus dem üblichen Bild der kroatischen Inseln: Auf einer Kalksteinplatte liegen mächtige Sand- und Lössablagerungen. Beide Buchten sind vollständig sandig, während andere Badestellen der Insel zwischen Kies, Fels und sandigem Meeresboden wechseln.

Spiaza beginnt direkt am unteren Inselort. Der weiche Sand geht in sehr flaches Wasser über. In der Saison befinden sich Bars, ein kleiner Laden sowie der Verleih von Liegen oder Tretbooten nur wenige Schritte entfernt. Bok befindet sich östlich hinter der nächsten Landzunge. Auch dort bleibt das Wasser lange flach, doch rund um die kleinere Bucht gibt es keine Häuser oder Geschäfte.

Susak ist autofrei. Nach Bok führt ein schmaler Fußweg zwischen den gelblichen Sand- und Lösshängen der Insel. Statt Zufahrtsstraßen und Parkplätzen gehören hier Boote, Handkarren und kleine Nutzfahrzeuge zum Bild.

Sandstrände rund um Zadar

Rund um Zadar liegen zwei sehr unterschiedliche Ziele für alle, die Sand und flaches Wasser suchen. Bei Nin breiten sich natürliche Sandstrände in einer flachen Lagunenlandschaft aus, die ohne Fähre erreichbar ist. Sakarun auf Dugi Otok zeigt dagegen die inseltypische Seite der Region: eine weite, helle Bucht mit türkisfarbenem Wasser, sandigem Meeresboden und überwiegend feinem, hellem Kies am Ufer.

Kraljičina plaža und Ždrijac bei Nin

Die Kraljičina plaža zieht sich über rund drei Kilometer durch die Lagune von Nin. Sie gehört zu den bekanntesten Sandstränden des Landes. Typisch sind der flache Einstieg, die offene Landschaft, der Blick zum Velebit-Gebirge und das helle, weite Badegefühl.

Mit dem Namen des „Königinnenstrandes“ ist eine Überlieferung verbunden: Die Frau des ersten kroatischen Königs Tomislav soll diesen Strand besonders geschätzt haben. In der Nähe liegt außerdem das bekannte Peloid-Schlammgebiet von Nin. Dem mineral- und humushaltigen Schlamm werden vor allem lindernde Wirkungen bei rheumatischen Beschwerden sowie Problemen des Muskel- und Bewegungsapparats zugeschrieben. Viele Besucher tragen ihn deshalb auf die Haut auf und lassen ihn eine Zeit lang antrocknen. Wer den Schlamm gezielt therapeutisch nutzen möchte, sollte sich vorab medizinisch beraten lassen. Für die organisierte Sommertherapie gelten eigene Voraussetzungen, die beim Gesundheitszentrum in Nin erfragt werden können.

Ždrijac schiebt sich dagegen als lange, schmale Sandzunge in die Lagune. Durch die offene Lage weht hier häufiger Wind, weshalb der Strand neben Badegästen auch Wind- und Kitesurfer anzieht. Kraljičina plaža wirkt weit und offen, Ždrijac schmaler und bewegter. Der seichte Einstieg ins Wasser ist vor allem für Kinder angenehm.

Sakarun auf Dugi Otok

Sakarun liegt an der Nordwestküste von Dugi Otok, eingerahmt von Kiefern und mit freiem Blick auf die offene Adria. Das helle Ufer und das flache, türkisfarbene Wasser geben der Bucht ihre unverwechselbare Farbe. Selbst rund 250 Meter vom Ufer entfernt ist das Meer erst etwa dreieinhalb Meter tief – viel Raum zum Waten, Schwimmen und Treibenlassen.

Unter den Füßen fühlt sich Sakarun nicht überall gleich an. Am Ufer dominiert heller, rundgeschliffener Kies; sandige Bereiche finden sich dazwischen und vor allem am Meeresboden der Bucht. Gerade diese Mischung lässt das Wasser bei Sonne so hell aufleuchten und unterscheidet Sakarun von den dunkleren Kiesbuchten vieler anderer kroatischer Inseln.

Der helle Sand in der Bucht ist stark kalkhaltig und zu einem großen Teil biogenen Ursprungs. Er entstand unter anderem aus fein zerriebenen Resten von Muscheln, Kalkalgen und anderen Meeresorganismen. Vor der Küste wachsen außerdem Posidonia-Wiesen, dichte Bestände eines mediterranen Seegrases. Unter Wasser bremsen sie Strömungen und halten Sand und feine Teilchen am Meeresboden fest, wodurch sie zum Schutz der Bucht beitragen.

Sandstrände bei Split und Omiš

Zwischen Split und Omiš liegen zwei sehr unterschiedliche Sandstrand-Adressen direkt am dalmatinischen Festland. Bačvice gehört zum Stadtbild von Split, während sich bei Duće mehrere flache Sandabschnitte entlang der Küste ziehen. So verbindet diese Region Sand und seichtes Wasser mit kurzen Wegen, lebendigen Orten und vielen Möglichkeiten für Ausflüge abseits des Strandes.

Bačvice in Split

Bačvice liegt nur einen kurzen Spaziergang vom Diokletianpalast entfernt und ist Splits einziger vollständig sandiger Stadtstrand. Seit 1919 ist die Bucht offiziell als städtischer Badestrand ausgewiesen. Im Sommer gehört Bačvice zu den belebtesten Stränden der Stadt, aber auch außerhalb der Badesaison bleiben der Strand und die Promenade ein beliebter Treffpunkt der Einheimischen.

Genau hier entstand Picigin, das wohl typischste Spiel der Stadt. Meist stehen fünf Spieler im nur zehn bis zwanzig Zentimeter tiefen Wasser und schlagen sich einen kleinen Ball mit der Handfläche zu. Der traditionelle Spielball, der Balun, wird noch heute aus einem abgenutzten Tennisball hergestellt: Der Filz wird entfernt und die Gummihülle sorgfältig abgeschliffen. Beim freien Spiel gibt es keine Punkte und keinen Sieger. Entscheidend ist, dass der Ball nicht ins Wasser fällt, während die Spieler für seine Rettung springen, rutschen und sich ins flache Wasser werfen.

2005 fand auf Bačvice erstmals das „Prvenstvo svita u piciginu“, die Picigin-Weltmeisterschaft, statt. Bewertet wurden dabei nicht nur gelungene Ballwechsel, sondern vor allem die akrobatischen Einlagen und der gemeinsame Auftritt der Gruppe. Noch eigenwilliger ist die Neujahrstradition: Am 1. Januar treffen sich Spieler im Wasser von Bačvice zum ersten Picigin des Jahres. Auch dann, wenn die meisten Strandbesucher lieber in Jacken am Ufer stehen.

Velika plaža in Omiš und die Sandstrände von Duće

In Omiš treffen Altstadt, Fluss und Meer auf engem Raum zusammen. Nur wenige Gehminuten von den alten Gassen entfernt liegt die Velika plaža nahe der Mündung der Cetina. Hinter dem breiten Sandstrand ragen die grauen Felswände auf, zwischen denen sich der Fluss seinen Weg zur Adria gebahnt hat. Damit besitzt der Stadtstrand eine Kulisse, die es an keinem anderen Ort dieses Artikels gibt.

Westlich von Omiš schließen sich die Sandstrände von Duće an. Sie verteilen sich über mehrere Kilometer entlang der Küste und bilden keine einzelne große Bucht, sondern eine Folge unterschiedlich langer Strandabschnitte. Tamarisken und stellenweise Kiefern säumen Teile des Ufers, dahinter steigen die Häuser des Ortes an den steinigen Hängen auf.

Dass ausgerechnet hier so viel Sand liegt, hängt mit der Cetina zusammen. Über Jahrtausende brachte der Fluss feines Gesteinsmaterial aus dem dalmatinischen Hinterland bis zur Küste und lagerte es rund um seine Mündung ab. Bei geotechnischen Untersuchungen wurden dort stellenweise mehr als 20 Meter dicke Flussablagerungen nachgewiesen. Die Sandstrände von Omiš und Duće sind damit die sichtbare Fortsetzung einer Landschaft, die weit oben im Cetina-Tal beginnt.

Sandstrände im Süden Dalmatiens

Im Süden Dalmatiens liegen Sandstrände oft dort, wo man sie zwischen Felsküste, Weinbergen und bewaldeten Inseln nicht unbedingt erwartet. Bei Lumbarda auf Korčula gehören gleich zwei Sandbuchten zur Küste des kleinen Weinortes. Prapratno liegt geschützt auf Pelješac, während Šunj auf der autofreien Insel Lopud nur zu Fuß oder mit kleinen Transportfahrzeugen erreichbar ist.

Noch weiter südlich befinden sich Velika und Mala Saplunara auf Mljet. Die beiden natürlichen Sandstrände liegen in benachbarten Buchten zwischen dichter mediterraner Vegetation. Damit reicht die Auswahl vom Sandstrand zwischen den Weinbergen von Lumbarda über eine geschützte Bucht auf dem Festland bis zu autofreien und bewaldeten Inselstränden.

Vela Pržina und Bilin Žal bei Lumbarda

Vela Pržina und Bilin Žal liegen nah beieinander auf unterschiedlichen Seiten der Landzunge östlich von Lumbarda. Dennoch zeigen die beiden Strände unterschiedliche Seiten von Lumbarda. Vela Pržina befindet sich in einer nach Süden gerichteten Bucht. Der breite, goldfarbene Sand liegt offen in der Sonne, während sich hinter dem Strand die niedrigen Rebflächen des Lumbarda-Feldes erstrecken. „Pržina“ ist das örtliche Wort für Sand – der Name beschreibt den Strand damit ziemlich genau.

Bilin Žal liegt auf der nordöstlichen Seite des Ortes und blickt über den Kanal zur Halbinsel Pelješac. Der Strand ist kleiner, der Sand zieht sich in einem schmaleren Bogen zwischen felsigen Uferabschnitten entlang. Ein Weg durch die Weinberge verbindet Vela Pržina mit Bilin Žal, sodass sich beide Strände gut an einem Tag erkunden lassen.

Sand gehört in Lumbarda nicht nur ans Ufer. In den sandigen Böden rund um den Ort wächst die autochthone Rebsorte Grk, aus der einer der bekanntesten Weißweine Korčulas entsteht. Sandstrände und Weinberge liegen hier unmittelbar nebeneinander: morgens baden an der Vela Pržina, später durch die Rebfelder zurück nach Lumbarda.

Prapratno bei Ston

Nur rund drei Kilometer liegen zwischen den berühmten Mauern von Ston und der Bucht von Prapratno. Wer die Stadt in Richtung Westen verlässt, tauscht grauen Stein und die Salzbecken von Ston gegen einen hellen Strandbogen am Fuß grüner Hänge. Hinter dem Ufer liegen Pinienwald und alte Olivenhaine, über den Mljet-Kanal reicht der Blick bis zur Insel Mljet.

Über dem sandigen Grund nimmt das klare Wasser helle Grün- und Türkistöne an. Der Strand zieht sich quer durch die Bucht und wird an beiden Seiten von felsigem Ufer eingefasst. Das gibt Prapratno einen fast geschlossenen Rahmen, obwohl der Blick weit über das Wasser reicht.

Eine Besonderheit liegt am Rand der Bucht: Hier befindet sich der Fähranleger nach Sobra auf Mljet. Während am Strand gebadet wird, legt wenige Meter weiter die Autofähre zur Insel ab. Die Überfahrt dauert etwa 45 Minuten. Prapratno ist damit nicht nur ein Badeplatz bei Ston, sondern zugleich einer der direkten Übergänge von Pelješac nach Mljet.

Šunj auf Lopud

Das Schiff aus Dubrovnik legt im Ort Lopud an der Westseite der Insel an, Šunj liegt auf der gegenüberliegenden Küste. Der Weg dorthin führt quer durch das Inselinnere, vorbei an Gärten, alten Steinmauern und mediterraner Vegetation. Wer die Strecke nicht zu Fuß gehen möchte, kann eines der kleinen Transportfahrzeuge nehmen, die zwischen dem Ort und der Bucht verkehren.

Am Ende des Weges liegt Šunj als breiter Sandbogen zwischen grünen Hügeln. Im Sommer kommen die Besucher von zwei Seiten: zu Fuß über das Inselinnere und mit Booten über die Bucht. Am Ufer stehen Sonnenschirme und die Tische der saisonalen Strandlokale, weiter draußen liegen Segel- und Ausflugsboote vor Anker. Der Sand setzt sich unter Wasser fort, und viele Badegäste waten weit in die Bucht hinaus, bevor das Meer tief genug zum Schwimmen wird. So verteilt sich das Leben in Šunj nicht nur entlang des Ufers, sondern über einen großen Teil der Bucht.

Oberhalb der Bucht steht Gospa od Šunja, die Marienkirche von Šunj. Sie stammt aus dem 15. Jahrhundert und gehört zu den Sakralbauten, die an Lopuds Blütezeit unter der Republik Dubrovnik erinnern. Damit endet der Weg zum Strand nicht nur an einer der seltenen Sandbuchten der Region, sondern zugleich an einem kleinen Stück Inselgeschichte.

Velika und Mala Saplunara auf Mljet

Am südöstlichen Ende von Mljet reicht der Wald bis dicht an die Bucht von Saplunara heran. Velika Saplunara liegt unterhalb des kleinen Inselortes und zieht sich in einem langen Sandbogen am Ufer entlang. Hinter dem Strand beginnen bereits die bewaldeten Hänge, sodass heller Sand, klares Wasser und das tiefe Grün der Insel unmittelbar aufeinandertreffen.

Mala Saplunara folgt ein Stück weiter entlang der Küste. Hier rücken die Bäume näher an das Wasser, und der Sand liegt in einer kürzeren, stärker eingefassten Bucht. Beide Strände lassen sich miteinander verbinden, unterscheiden sich jedoch deutlich in ihrer Form: Velika Saplunara besitzt den längeren Uferbogen, Mala Saplunara liegt kompakter zwischen Wald und Meer.

Das Besondere beginnt hinter der eigentlichen Liegefläche: In Saplunara sind noch natürliche Küstendünen erhalten. Auf dem lockeren, salzhaltigen Sand wachsen seltene Pflanzen, die genau an diesen Lebensraum angepasst sind. Deshalb sind die Buchten und ihre Umgebung als geschützte Landschaft ausgewiesen. Der Sand endet hier nicht am Strand, sondern setzt sich zwischen niedriger Vegetation und Waldrand fort – ein Küstenbild, das selbst auf der waldreichen Insel Mljet eine Ausnahme ist.

Welche Region eignet sich am besten für einen Sandstrandurlaub in Kroatien?

Soll der Sandstrand nicht nur Ziel eines einzelnen Ausflugs sein, sondern den gesamten Urlaub bestimmen, ist Lopar auf Rab die stärkste Wahl. Rund um den Ort liegen mehrere Sandbuchten dicht beieinander. Dadurch bleibt die Auswahl nicht auf einen einzigen Strand beschränkt.

Die beste Alternative auf dem Festland ist Nin. Mit der Kraljičina plaža, Ždrijac und weiteren sandigen Abschnitten bietet die Lagune mehrere Bademöglichkeiten, ohne dass für die Anreise eine Fähre nötig ist. Wer einen Sandstrandurlaub in Dalmatien plant, findet bei Duće und Omiš mehrere gut erreichbare Sandstrände direkt an der Festlandküste.

Lumbarda auf Korčula und Saplunara auf Mljet eignen sich dagegen für einen Inselurlaub, bei dem Sandstrände mit Weinbergen, Wald und weiteren Ausflügen verbunden werden. Dort steht nicht die Anzahl der Strände im Vordergrund, sondern ihre Lage innerhalb einer abwechslungsreichen Inselreise.

Was man vor dem Urlaub am Sandstrand in Kroatien wissen sollte

Sand zeigt sich an Kroatiens Küste in sehr unterschiedlichen Formen. In manchen Buchten beginnt er direkt am Ufer und reicht weit ins Wasser, an anderen liegt vor dem sandigen Meeresboden ein schmaler Streifen aus feinem Kies. Die Bezeichnung „Sandstrand“ meint deshalb nicht immer eine durchgehend weiche Sandfläche.

Auch natürlicher Schatten ist an den offenen Sandstränden nicht selbstverständlich. In Nin, Medulin oder an der Vela Pržina liegen große Teile des Ufers über viele Stunden in der Sonne. Im Juli und August kann der Sand entsprechend heiß werden, während die wenigen Plätze unter Bäumen schnell belegt sind. Wer länger am Strand bleiben möchte, sollte deshalb einen Sonnenschirm oder eine andere Schattenmöglichkeit, eine Kopfbedeckung und ausreichenden UV-Schutz einplanen.

Besonders hilfreich sind vor der Anreise aktuelle Besucherfotos und Bewertungen bei Google Maps sowie die Informationen der örtlichen Tourismusverbände. In den neuesten Einträgen finden sich häufig konkrete Hinweise zum Untergrund, zu Schattenplätzen, Parkmöglichkeiten und zur aktuellen Ausstattung am Strand.

Badeschuhe dürfen trotzdem mit ins Gepäck

Auch ein Sandstrand ist in Kroatien nicht immer vom Handtuch bis ins tiefere Wasser vollständig weich. An den Rändern können Felsen liegen, der Einstieg kann stellenweise kiesig sein, und zwischen den Sandflächen tauchen gelegentlich Muscheln oder einzelne Steine auf. Auch Seeigel können an felsigen Abschnitten vorkommen.

Badeschuhe gehören deshalb zu den Dingen, die man vielleicht nicht jeden Tag braucht, die sich bei wechselndem Untergrund aber schnell bezahlt machen. Sie nehmen kaum Platz im Gepäck ein und machen auch kleine Buchten und felsigere Einstiege leichter zugänglich.

Fazit: Sand ist in Kroatien nie einfach nur Sand

Bei Omiš und Duće stammt der Sand aus Flussablagerungen der Cetina, in Lumbarda trägt er die Grk-Reben, auf Mljet bildet er geschützte Dünen und in Split wird er zur Spielfläche für Picigin.

Jeder dieser Strände gehört zu einem ganz eigenen Stück Kroatien. Und spätestens nach diesem Artikel dürfte mindestens einer davon auf der Liste für die nächste Reise stehen.

Häufige Fragen zu Sandstränden in Kroatien

Gibt es in Kroatien echte Sandstrände?

Ja. Besonders viele echte Sandstrände liegen rund um Lopar auf Rab und in der Lagune von Nin. Weitere bekannte Beispiele sind Bijeca in Medulin, die Strände von Duće und Omiš, Vela Pržina und Bilin Žal bei Lumbarda, Šunj auf Lopud, Prapratno bei Ston sowie Saplunara auf Mljet. Sakarun auf Dugi Otok wird ebenfalls häufig als Sandstrand bezeichnet, besitzt am Ufer jedoch überwiegend hellen Kies; sandig ist vor allem der Meeresboden.

Dabei kann ein Sandstrand in Kroatien unterschiedlich aussehen: An manchen beginnt der Sand direkt am Ufer, an anderen liegt er vor allem im flachen Wasser und wird am Rand von feinem Kies begleitet.

Welche Sandstrände in Kroatien sind für Kinder geeignet?

Besonders gut geeignet sind die Rajska plaža auf Rab und die Kraljičina plaža bei Nin, da das Wasser an beiden Stränden weit hinaus flach bleibt.

Auch die Sandstrände von Duće sowie Bijeca in Medulin sind für Familien praktisch, weil sie auf dem Festland liegen und von vielen Unterkünften aus schnell erreichbar sind.

Wichtig sind außerdem die Schattenverhältnisse und die Ausstattung vor Ort, da nicht jeder kroatische Sandstrand natürlichen Schatten bietet.

Wo gibt es Sandstrände in Istrien?

Der bekannteste Sandstrand in Istrien ist Bijeca in Medulin. Der Strand ist gut erreichbar, fällt flach ins Wasser ab und eignet sich besonders für Familien. Istrien hat außerdem weitere sandige oder teilweise sandige Strandabschnitte, ist insgesamt aber keine klassische Sandstrandregion.

Viele Strände in Istrien bestehen aus Fels, Kies, Badeplateaus oder Mischformen. Wer mehrere Sandstrände zur Auswahl haben möchte, sollte vor allem Rab oder die Lagunenlandschaft rund um Nin prüfen.

Wo gibt es Sandstrände bei Zadar?

In der Region Zadar gibt es mehrere bekannte Strände mit Sand oder sandigem Meeresboden. Besonders bekannt ist Nin mit Kraljičina plaža und Ždrijac. Dazu kommt Sakarun auf Dugi Otok.

Für Familien ist Nin meist die einfachste Wahl, weil die Strände gut erreichbar sind und das Wasser flach bleibt. Sakarun ist eher ein Ausflugsziel, besonders wenn man ohnehin Dugi Otok besuchen möchte.

Gibt es Sandstrände bei Dubrovnik?

Ja, im Raum Dubrovnik gibt es Sandstrände, allerdings liegen die bekanntesten Beispiele auf vorgelagerten Inseln. Der bekannteste Sandstrand in der Nähe ist Šunj auf der Insel Lopud. Lopud gehört zu den Elaphiteninseln und ist per Schiff ab Dubrovnik erreichbar.

Eine weitere Option ist Saplunara auf Mljet. Dieser Strand eignet sich aber eher für einen Inselaufenthalt oder eine gut geplante Weiterreise, nicht unbedingt für einen ganz spontanen kurzen Badestopp.

Ist Zlatni Rat ein Sandstrand?

Nein, Zlatni Rat auf Brač ist kein Sandstrand. Der berühmte Strand besteht überwiegend aus feinem Kies. Er gehört zu den bekanntesten und auffälligsten Stränden Kroatiens, wird aber häufig fälschlich für einen Sandstrand gehalten.

Wer einen besonderen Kiesstrand mit klarem Wasser und markanter Form erleben möchte, sollte ihn trotzdem besuchen.

Welche Sandstrände in Kroatien sind mit dem Auto gut erreichbar?

Ohne Fährüberfahrt erreichbar sind vor allem Bijeca in Medulin, die Kraljičina plaža und Ždrijac bei Nin sowie die Velika plaža in Omiš und die Sandstrände von Duće. Auch Prapratno bei Ston lässt sich über die Straße erreichen.

In der Hauptsaison lohnt sich dennoch eine frühe Anreise, da Parkplätze in Strandnähe vielerorts nur begrenzt verfügbar sind.

Welche Region in Kroatien hat die meisten Sandstrände?

Die größte Konzentration an Sandstränden findet sich rund um Lopar auf der Insel Rab. Mehrere sandige Buchten liegen dort nah beieinander, weshalb die Region besonders gut für einen Urlaub geeignet ist, bei dem Sandstrand im Mittelpunkt steht.

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Bildquelle: Envato Elements